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Gemeinschaftlicher Wiesenvogelschutz

startet in die Brutsaison 2022

Gemeinschaftlicher Wiesenvogelschutz – Hand in Hand mit Landwirten Wiesenvögel schützen

Jetzt ist es wieder soweit: die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und immer mehr Vögel kehren aus ihren Überwinterungsgebieten nach Schleswig-Holstein zurück, um hier zu brüten. So auch Kiebitze, Uferschnepfen, Große Brachvögel und Rotschenkel. Insbesondere im feuchten und offenen Grünland der Eider-Treene-Sorge Niederung kann man ab Mitte März Kiebitze bei ihren beeindruckenden Balzflügeln beobachten und das melodische Trillern der heimgekehrten Großen Brachvögel hören. Sie gehören zu den sogenannten Wiesenlimikolen, die ihre Nester am Boden in Wiesen und Weiden anlegen. Die Bestände dieser Vögel gehen seit Jahren zurück, sie alle gehören zu den gefährdeten Vogelarten. Die Uferschnepfe ist mittlerweile so selten, dass sie in Deutschland vom Aussterben bedroht ist. Grund dafür ist vor allem der Verlust ihres Lebensraumes, des feuchten bis nassen, offenen Grünlandes, in dem sie ausreichend Zeit haben, ihre Brut durchzuführen und ihre Küken aufzuziehen. Bodenentwässerung und zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft machen es den Vögeln immer schwerer, Bruterfolg zu haben.

Aus diesem Grund wird in der Eider-Treene-Sorge-Niederung, einem der wichtigsten binnenländischen Brutgebiete Deutschlands, der „Gemeinschaftliche Wiesenvogelschutz“ umgesetzt, ein Artenschutzprogramm, das in den 1990er Jahren von Naturschützern und Landwirten gemeinsam entwickelt wurde mit dem Ziel, Nester und Küken der Bodenbrüter vor Verlusten im Zuge der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zu schützen. Das Programm erfreut sich einer großen Teilnahmebereitschaft durch die Landwirtschaft und wird mittlerweile vom Verein KUNO e.V. in der Region organisiert und betreut. Die Finanzierung erfolgt durch das Land Schleswig-Holstein.

 

Schutz und Honorierung

Beim Gemeinschaftlichen Wiesenvogelschutz werden aktuelle Bruten der Wiesenvögel geschützt, indem Landwirte in Zusammenarbeit mit Naturschützern ihre Bewirtschaftung an das Brutgeschehen von Wiesenvögeln anpassen und dafür eine Honorierung bekommen.

Ehrenamtliche Gebietsbetreuer sind vor Ort und sprechen die Landwirte persönlich auf eine Teilnahme am Programm an. Bei Interesse werden gemeinsam die notwendigen Bewirtschaftunseinschränkungen abgesprochen sowie die Honorierung festgelegt. Anschließend werden die Gelege vom Gebietsbetreuer markiert, sodass bei den Frühjahrsarbeiten Gelege umfahren werden können. Bei Mäharbeiten werden Bereiche mit Gelegen oder Wiesenvogelfamilien stehen gelassen und später gemäht. Auf Weiden werden Wiesenvogelgelege ausgezäunt.

Für den erhöhten Aufwand und den Ertragsausfall erhalten Landwirte Honorierungen aus Landesmitteln.

Sobald die Vögel die Fläche verlassen haben, wird vom Gebietsbetreuer die Bewirtschaftungseinschränkung aufgehoben und die Flächen können weiter ohne Auflagen bewirtschaftet werden. Die Bindung an das Programm gilt nur für die laufende Brutzeit und die Entscheidung an dem Programm teilzunehmen, kann jedes Jahr neu getroffen werden.

 

Helfen Sie mit!

Bei Interesse am „Gemeinschaftlichen Wiesenvogelschutz“ melden Sie sich bitte bei KUNO e.V. in Bergenhusen, Tel. 04885-585. Auch freuen wir uns über Unterstützung bei der ehrenamtlichen Gebietsbetreuung.


Zwergschwan-Tage 2022

Bild: Hans-Joachim Augst; Börmer Koog

Am letzten Februar-Wochenende fanden die Zwergschwan-Tage 2022 an drei Abendterminen statt. Gemeinsam mit dem Michael-Otto-Institut im NABU sowie der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge und mit vielen begeisterten Besucher*innen konnten wir einen wundervollen Abend verbringen. Bei optimalen Bedingungen haben wir das abendliche Geschehen an der Alten Sorge-Schleife beobachtet und konnten einen traumhaften Sonnenuntergang bestaunen. Nach einem kurzen Vortrag rund um den Zwergschwan bot sich noch etwas Zeit, die Zwergschwäne auf ihren Nahrungsflächen durch ein Spektiv zu beobachten. Wie unterscheidet man einen Zwergschwan vom Singschwan? Wie erkenne ich einen Jungvogel? All das und viele weitere Fragen konnte wir den Besucher*innen erklären und zeigen.Bei heißen Getränken warteten wir auf das besondere Naturschauspiel. In der Dämmerung flogen zunächst hunderte Gänse zu ihren Schlafgewässern ein. Die Zwergschwäne ließen etwas auf sich warten. Als es schon fast dunkel war, flogen dann auch einige größere Trupps Zwergschwäne laut rufend ein.

Wir freuen uns, dass wir diese bedrohte Zugvogelart, dessen Gefährdungsursachen und Schutzwürdigkeit den Besucher*innen näher bringen konnten.

Mittlerweise sind fast alle Zwergschwäne Richtung Nordosten auf dem Weg in ihre Brutgebiete.

Wir wünschen den Zwergschwänen eine erfolgreiche Brut, bis sie dann hoffentlich nächsten Winter mit viel Nachwuchs wieder bei uns in der Eider-Treene-Sorge-Niederung eintreffen werden.

 

Euer Team Lokale Aktion Kuno e.V.

 

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Zwergschwäne in der Alten Sorgeschleife.
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Mitgliederversammlung 2022 der Lokalen Aktion Kuno e.V.

Liebe Mitglieder,

 

sicherlich habt Ihr es Euch schon gedacht: aufgrund der Corona-Pandemie kann in diesem Jahr unsere Mitgliederversammlung nicht wie gewohnt stattfinden. Der Vorstand hat beschlossen, sie in den Sommer 2022 zu verschieben.

Sobald ein genauer Termin feststeht, erhaltet Ihr eine Einladung.

Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Euer Team der Lokalen Aktion Kuno e.V.




Jahresbericht der Lokalen Aktion Kuno e.V.

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Hier können Sie den Jahresbericht der Lokalen Aktion Kuno e.V. lesen.
Jahresbericht_Kuno_2020.pdf
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Zwergschwan:

Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland

Neues Schutzprojekt des NABU für die Wintergäste aus der sibirischen Arktis im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gestartet!

Rund die Hälftte der in Nordwesteuropa beheimateten Zwergschwäne rastet jedes Jahr auf dem Zug in die Überwinterungsgebiete in Deutschland. Seit einigen Jahren sind massive Bestandsrückgänge dieser Art zu verzeichnen, die Ursachen dafür sind noch unklar. Ziel dieses Projektes ist es, die Gründe für diesen Abwärtstrend aufzudecken, ein Schutzkonzept zu entwickeln und dazu beizutragen, die Bestände wieder ansteigen zu lassen.

https://bergenhusen.nabu.de/forschung/winter-und-rastvoegel/index.html  


DANKE an die VR-Bank Schleswig-Mittelholstein eG

Wir möchten uns ganz herzlich für die großzügige Spende von der VR Bank Schleswig-Mitteilholstein eG bedanken.

Foto: Christina Weiss
Foto: Christina Weiss

Spendenübergabe beim Neujahrsempfang der VR-Bank Schleswig-Mitteilholstein eG am 28.01.2020